Stadttheater Klagenfurt, März 2012
Es ist eigentlich eine hanebücherne Agentenstory, die unseren Helden Hannay in die absurdesten Situationen bringt. Worum es geht? 39stufen 05Um einen klassischen „Mac Guffin“, so nennt Alfred Hitchcock ein total wichtiges Geheimnis, dessen Inhalt eigentlich völlig gleichgültig ist, das nur dazu dient, die Story voranzutreiben. Patrick Barlow überhöht dieses Nichts, das als Antrieb für Leidenschaft, Verrat und Totschlag dient, auch noch ins Komödiantische. Seine Theaterfassung von Alfred Hitchcocks Spionagethriller (1935) ist ein Meisterwerk der Ironie, in dem vier Schauspieler, drei Herren und eine Dame, in Windeseile in dutzende von Rollen schlüpfen. Seit der Uraufführung im Jahr 2005 am Londoner West End und am Broadway in New York stehen Die 39 Stufen auf den Spielplänen und wurden mit zahlreichen Preisen (u. a. dem Laurence Olivier Award als Best Comedy) ausgezeichnet.

Kopfüber stürzt Richard Hannay in ein Abenteuer, das er zuvor, wenn überhaupt, nur aus Filmen kannte. Was als unterhaltsamer Theaterabend am Londoner West End beginnt, mündet in eine atemberaubende, waghalsige Jagd quer durch das Vereinigte Königreich. Die schöne und mysteriöse Annabella Schmidt verwickelt Hannay in eine seltsame Geschichte rund um ein bedrohliches Geheimnis, Spionage, Hochverrat und die 39 Stufen. Ehe er sich versieht, steht Hannay unter Mordverdacht und wird nicht nur von feindlichen Agenten, sondern auch vom Scotland Yard gesucht. Da hilft nur eines: Flucht nach vorne! Nur wenn es ihm gelingt, das Geheimnis der 39 Stufen zu lösen, wird hoffentlich auch seine Unschuld bewiesen sein. Sein Weg führt ihn durch dunkle Moore, in einsame Dörfer, abgelegene Hotels – und nicht jede seiner zufälligen Bekanntschaften entpuppt sich als das, wonach sie im ersten Augenblick ausgesehen hat …

Sigrid Hauser | Roman Schmelzer, Herbert Steinböck, Erwin Windegger
Regie: Werner Sobotka

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